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Sennestadt: Das Amt Bielefeld

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Sennestadt: Das Amt Bielefeld

Impressum/Datenschutzhinweis - © 1997 - 2017 Dieter Gerth

Das Amt Bielefeld

Vogtei:

Kirchspiele:

Enger
Enger, Spenge, Hiddenhausen, Wallenbrück
Brackwede
Brackwede, Isselhorst, Dornberg, Steinhagen
Schildesche
Schildesche, Jöllenbeck
Heepen
Heepen und ein Teil von Oerlinghausen
Werther
Werther
Brockhagen Brockhagen

Nichts deutet darauf hin, daß es 300 Jahre vorher anders war. Im Gegenteil: Daß das Kirchspiel Dornberg zur Vogtei Brackwede gehörte, ist daraus zu erklären, daß es anfangs weit über den Teutoburger Wald bis an die heutige Stadtgrenze von Gütersloh reichte. Erst die starke Siedlungstätigkeit in Steinhagen im 12. und 13. Jahrhundert führte zur Auspfarrung Steinhagens im Jahre 1334. Gleichwohl blieb Dornberg noch über 350 Jahre bei Brackwede. Erst nachdem Kleve, Mark und Ravensberg im Jahre 1609 vorläufig und 1666 endgültig zu Brandenburg gekommen waren, beseitigte man zum Ende des Jahrhunderts die beiden  Ein-Kirchspiel-Vogteien dadurch, daß man das Kirchspiel Brockhagen als eigene Vogtei aufhob, es zur Vogtei Brackwede schlug und dafür das Kirchspiel Dornberg zur Vogtei Werther verlegte.

Dies war soweit man weiß, im Amt Sparrenberg die einzige und in der ganzen Grafschaft Ravensberg die einschneidendste Änderung im Aufbau der Verwaltungsbezirke im Laufe von mehr als 500 Jahren bis zur Franzosenzeit. Es gab hierin auch keine Änderung, als Ravensberg im Jahre 1719 aufhörte, ein eigener Staat zu sein, seine Regierung verlor und mit dem Fürstentum Minden zusammengelegt wurde zum bis heute noch oft genannten "Minden-Ravensberg". Es änderte sich an den Verwaltungsbezirken auch nichts durch den völligen Umbau der Verwaltungs- und Gerichtsbehörden und die im 18. Jahrhundert unter den preußischen Königen entstehenden, völlig anders geartete Beamtenschaft.

Nur eins änderte sich: Die Vogteien der Ämter Ravensberg, Limberg und Vlotho wurden völlig bedeutungslos, und die des Amtes Sparrenberg wuchsen in ihren Bedeutungen zu Ämtern heran: König Friedrich-Wilhelm  I. hatte im Jahre 1722 die Drosten aller ihrer Funktionen entkleidet, die Stellen als Sinekuren für verdiente Adlige jedoch beibehalten. Die Amts-Rentmeister und die Vögte aber wurden im folgenden Jahr entlassen. Alle Einkünfte eines Amtes aus Domänen, Mühlen, Zehnten usw. wurden für jeweils 6 Jahre an einen Beamten verpachtet, der während der Zeit auch die Rechtsprechung erster Instanz und die Polizeigewalt im Amt ausübte. Er war gleichsam Beamter auf Zeit.

Weil das Amt Sparrenberg größer war als die drei anderen Ämter zusammen und das für einen Beamten in jeder Hinsicht zu viel gewesen wäre, ließ man die Vogtei hier bestehen und behandelte sie so wie die drei großen Ämter. Dies hatte zur Folge, daß man sie sehr bald nicht mehr als "Vogteien" bezeichnete, sondern auch als "Ämter" und den Beamten als "Amtmann". Das Amt Sparrenberg gliederte sich also zum Ende des 18. Jahrhunderts in fünf Ämter (Enger, Brackwede, Schildesche, Heepen, Werther), die eigentlich Vogteien waren.

Im Zuge dieser Verwaltungsreform wurde der Familie Meinders das Gut Deppendorf genommen, das sie seit 1589 schon in der vierten Generation zu Lehen trug. Als einzige Domäne in der Vogtei Werther (zu der auch das Kirchspiel Dornberg gehörte) wurde Deppendorf dann für fast 50 Jahre (1723-1771) Dienstsitz der hiesigen Vögte.

Ab 1771 übernahm der Vogt in Schildesche zusätzlich die Vogtei Werther, was aber nicht bedeutete, wie in den letzten Jahren behauptet wurde, daß die beiden Vogteien zusammengelegt wurden. Dornberg gehörte nach wie vor zur Vogtei Werther, aber die Dornberger hatten dort eigentlich nichts mehr verloren.

Daß ein Amtmann zwei Ämter verwaltete, und zwar nicht nur als Stellvertreter vorübergehend, sondern zwecks Kostenersparnis auf Dauer (Personalunion), war nicht selten und kam bis weit in das 20. Jahrhundert vor. In der Amtsordnung von 1934/35 wurde diese Konstruktion noch gesetzlich geregelt.

Karte des Amts Sparrenberg und des Umlandes

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